NEWS

wir haben eine neue Stellenausschreibung.

jetzt bewerben
mehr zu den Themen unter Aktuelles 

Hier können Sie uns erreichen:

040/284 19 35 - 00

schreiben Sie uns:
info@ariana-interkulturelle-pflege.de
oder kommmen Sie vorbei:

Öffnungszeiten:
Mo-Fr: 08:00 - 18:00 h

Angebot des Pflegedienstes

Die erfolgreiche Arbeit des multikulturellen Pflegeteams ist unseren Erwartungen und zum großen Teil den Anforderungen der Kunden gerecht geworden. Gerade die sprachlichen und kulturellen Kompetenzen eines multinationalen Mitarbeiterteams können in vielen pflegerischen Situationen problemlösend eingesetzt werden und tragen gleichzeitig auch zum interkulturellen Lernen aller Mitarbeitenden unserer Einrichtung in der Pflegebeziehung mit Migranten bei. Um die Pflege und Fürsorge der Menschen aus verschiedenen oder ähnlichen Kulturen zu verbessern, d.h. Klienten durch eine auf Kultur berührende Pflege zu helfen, in befriedigender Weise von Krankheit zu genesen, oder Zustände und Bedingungen zu verhindern, die die Gesundheit und das Wohlbefinden des Klienten einschränken würden.

Ziel ist daher kulturell-übereinstimmende und kulturell spezifische Pflege und Fürsorge zu bieten, die zu Gesundheit und Wohlbefinden des Klienten führen würde. Pflege und Fürsorge mussten auf die kulturellen Werte, Überzeugungen und Lebensweisen des Klienten zugeschnitten sein und zu ihnen passen. Die Versorgung von Einzelpersonen, Gruppen oder Kulturen mit kulturell übereinstimmenden Fürsorge bedeutet, dass Pflege und Fürsorgehandlungen und Entscheidungen für die Kranken Gesunden und Behinderten sowie zur Hilfe einer sterbenden Person, nützlich, befriedigend und/ oder bedeutungsvoll sein mussten. So würde unsere Pflegeeinrichtung sich eine Menge Probleme und Konflikte, die die Gesundheit verzögern und das Wohlbefinden der Kunden verhindern, ersparen.

Ziel ist die sprachliche Barrieren bei den behandelnden Ärzten und Behörden, durch Einsatz, und Begleitung der Dolmetscherdienste abzubauen, und somit ist der Compliance zwischen den Ärzten und Patienten zu gewährleisten. Unser Pflegedienst wendet sich zu gleich dem Wunsch der Klienten entsprechend durch unser afghanisches Personal an Klienten afghanischer Herkunft, um sprachlich bedingte Probleme in der Pflege zu vermeiden und um ihnen eine kultursensible Pflege zukommen zu lassen.

Unsere Einrichtung betont als Grundlage ihres Handelns ein humanistisches Pflegeideal, d.h. es geht um die Pflege der individuellen Menschen unabhängig von Herkunft oder Glauben. Wir beschäftigen u.a. Pflegekräfte mit Migrationshintergrund, außerdem passen wir unsere Angebote dieser Kundengruppe an, somit setzen wir unsere Personalressourcen gezielt ein.

Im Pflegeversicherungsgesetz heißt es im § 2 Absatz 3: „Auf die religiösen Bedürfnissen der Pflegebedürftigen ist Rücksicht zu nehmen“. Unsere Einrichtung hat damit begonnen, die Struktur und Organisation unseres Betriebes klientenorientierter zu gestalten, damit den Problemen der Migranten hinsichtlich sprachlicher und kultureller Verständigung abgehelfen ist. So kann dem Mangel an interkulturellem Wissen, und an mehr- oder muttersprachigem Fachpersonal mit Migrationshintergrund entgegengewirkt werden.

Wie sieht eine Betreuung in fremden Kulturen aus? Was muss man beachten?


kultursensible Pflege, Krankheitsverständnis und Erklärungsmodelle einiger Kulturen: Bedeutung von Religion und magischen Vorstellungen für die Interpretation von
Krankheitsursachen und -behandlung: Religiosität ist sicher ein Faktor mit zunehmender Bedeutung im höheren Lebensalter, und so ist es angebracht, dass die Pflegeeinrichtungen sich auf nicht christliche religiöse Vorstellungen und Glaubenspraktiken einstellen. Doch kulturell geprägte Ernährungsgewohnheiten sind nicht nur vor diesem Hintergrund bedeutsam.

Um das als fremd Erlebte im Umgang miteinander verstehen zu lernen und die Strukturen unserer Einrichtung so zu gestalten, dass sie dem Versorgungsauftrag für alle Beteiligten angemessen gerecht werden. Die Bedeutung kulturspezifischer Krankheitswahrnehmung und Interpretation der Migranten wird im folgenden in einigen Aspekten aus manchen Ländern erläutert: Im kulturgebunden Krankheitsverständnis verbinden sich religiöse und volksmedizinische Erklärungsmuster, die jeweils bei bestimmten Krankheitsformen bevorzugt herangezogen werden. Moslemische Menschen sehen schwere Erkrankungen oftmals als gottgegebenen Das Leiden entspricht dem Gottes Willen, der durch Krankheit straft oder den Glauben prüft. Im Falle einer Strafe für sündhaftes Verhalten bedeutet dies, sich durch Rückbesinnung auf Gott nun um so mehr um ein tugendhaftes Leben zu bemühen und Gebetsvorschriften zu beachten, um so die Strafe zu mildern und wieder gesund zu werden.

Im Falle einer Prüfung wiederum bedeutet es, eine Krankheit durch geduldiges Warten hinzunehmen. Begleitend zu diesem religiös fundierten Krankheitsverständnis spielen bei anderen Krankheitsformen im gesamten östlichen Mittelmeerraum, ins besondere in der Türkei (vgl. Pfeiffer 1992) und auch Süditalien (vgl. Molinari 1995), magische Vorstellungen bezüglich Krankheitsursachen und Abwehr, eine besondere Rolle im Alltagdenken.
In diesem Erklärungsmuster werden verschiedene Geisteswesen als unmittelbare Krankheitsverursacher erlebt. Als besonderes Beispiel wird meist der sogenannte böse Blick ->>nazar<< auf afghanisch/ iranisch und türkisch (vgl. Koch 1997 und Pfeiffer 1992); >>jettatura<< auf italienisch (vgl. Molinari 1995) – beschrieben. Im >>bösen Blick<< werden – so ist die Vorstellung – böse Geister wirksam. Er muss, wenn irgend möglich, gemieden werden, weshalb zur Abwehr z.B. in der Türkei vielfach Amulette mit der Abbildung eines blauen Auges getragen werden. Neben Schutzamuletten sind auch Gebete, religiösen Verhaltenvorschriften und Heilkräuter gegen böse Geisteswesen und gegen den bösen Blick wirksam. Was hier als magische Vorstellung bezeichnet wird, kann psychologisch als innere Vorstellungskraft oder Angst gedeutet werden; diese beeinflusst die Psyche des Betroffenen und begünstigt dadurch eine Krankheitsbereitschaft. Volksmedizinische Erklärungsmuster bezogen auf den>> bösen Blick<<, >>Dämonen<< oder den >>bösen Zauber<< (Hexe) werden vor allem dann herangezogen, wenn es sich um eine psychische oder psychosomatische Krankheiten handelt. 
Als Beispiel gibt es in Islam vier verschiedene Waschrituale:

Bezeichnung und Bedeutung


Wudhu

(rituelle Teilwaschung)

Ghusl

(rituelle Ganzwaschung)

Tahraht

(rituelle Intimpflege)

Tayammum

(rituelle Sandwaschung)

Darüber hinaus wird die Sensibilität bei der Pflege bezüglich der Geschlechterrolle gezeigt und die Familie wird in den pflegerischen Prozess mit-eingebunden, wann immer dies möglich ist. Essen soll Freude machen! Auch wenn man älter und hilfebedürftig ist, kann sich an einem schönen gedeckten Tisch freuen. Es gehört schon Aufmerksamkeit dazu, die Ernährung und die Nahrungsaufnahme abwechselungsreich und liebenwürdig zu gestalten: Es soll dabei auf kulinarische Kultur des jeweiligen Klienten Wert gelegt werden, um das Essen zu einem kulturellen Erlebnis zu machen. Als Beispiel; der Islam verbietet das Verzehr von Schweinefleisch, und es ist nur zugelassen das Fleisch von geschächteten Tieren. Probleme mit der Ernährung sind häufig ein Standardbeispiel für Konflikte in der Pflege älteren Menschen nichtdeutscher Herkunft, und allzu oft entsteht das Bild fehlender Anpassung. So trinken ältere Menschen oft nicht genug; es kann sein dass dargebotene Getränke abgelehnt werden, da sie nicht den Gewohnheiten des Klienten entsprechen, so könnte es besonders schnell beim Klienten zu einer Dehydrierung kommen.
Oder man soll bei Diabetikern aus der Türkei Zugang zur Diätberatung bei türkischislamischer Kost haben, so ist man in der Lage, den Diätenplan einzuhalten und die Klienten und deren Angehörigen dazu zu motivieren, denn die Angehörigen sind ein wichtiges Unterstützungspotenzial. Interkulturelle Kompetenz bedeutet, zu solchen „Fällen“ auch die positiven Ansätze und Ressourcen zu erkennen.

Pflegestufen

Leistungen der Pflege-/ Krankenversicherung bzw. Sozialamt Art und Umfang der Leistungen der Pflegeversicherung richten sich nach der Schwere der Pflegebedürftigkeit und danach, ob häusliche, teilstationäre oder vollstationäre Pflege in Anspruch genommen wird (§ 4 Absatz 1 Satz 2 SGB XI).
Die pflegebedürftigen Aufwendungen werde von der Pflegeversicherung übernommen; die Kosten für Unterkunft und Verpflegung trägt der Pflegebedürftige selbst.
Die Pflegesachleistung nach dem § 36 SGB XI in der häuslichen Pflege wird über die Einstufung der Pflegebedürftigkeit geregelt:

Pflegestufen und Ihre Bedingungen des Hilfebedarfs


Pflegestufe I

bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität mindestens einmal täglich mit mindestens zwei Verrichtungen

Pflegestufe II

bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität mindestens drei x täglich zu verschiedenen Tageszeiten

Pflegestufe III

bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität täglich rund um die Uhr, auch regelmäßig nachts

Pflegestufe IIIa

Die Pflegestufe IIIa tritt für sogenannte Härtefälle/ Schwerstpflegebedürftige, wie z. B. Krebskranke im Endstadium ein.

Die Pflegestufe ist im Grunde genommen Grad der Hilfebedürftigkeit, die durch den MDK (medizinischer Dienst der Krankenkasse) für die Patienten festgestellt wird. Die Krankenkasse hat die Rahmenbedingungen im SGB V § 37 und §38 die sogenannte Behandlungspflege und Halshauthilfe festgesetzt.

ARIANA - Haus der Gesundheit | Ambulanter Kranken- und Altenpflegedienst GmbH
Efftingestraße 19 | 22041 Hamburg | Tel 040/2841935-00 | Fax 040/2841935-20
info@ariana-interkulturelle-pflege.de